Gast der Leipziger Buchmesse 2020: 

Vít Slíva gehört zu den ausdrucksvollsten mährischen Dichtern des letzten halben Jahrhunderts: In der Poetik schwört er auf František Halas und Vladimír Holan, in puncto Örtlichkeit dann auf die Stadt Brünn, vor allem auf das Viertel Königsfeld. Er wurde im Jahre 1951 in Hradec nad Moravicí geboren und studierte Tschechisch und Latein an der Philosophischen Fakultät der Masaryk-Universität in Brünn. Er arbeitet als Mittelschullehrer. 

Vít Slíva hat mehr als ein Dutzend Poesie-Sammelbände herausgegeben, als Debüt im Jahre 1984 "Nepokoj hodin / Die Uhrunruh". Zu den ausdrucksvollsten seiner Titel gehört "Tanec v pochované base" (1998), "Grave" (2001), "Bubnování na sudy" (dt. Trommeln auf Fässer; 2019) und "Rodný hrob" (2004). Im ersten reflektiert er den Tod des Vaters, im zweiten den Tod der Mutter. In seinem Werk "Trommeln auf Fässer", das den Magnesia-Litera-Preis für Poesie (2003) erhielt, plädiert Slíva für die traditionellen Werte des Humanismus, durchdrungen von katholischer Spiritualität, wie Freundschaft, Liebe, Familie, Glaube und Demut. In "Rodný hrob" öffnet er die Tore dem Schmerz, den Unsicherheiten und Ängsten des eigenen Lebens. Ganz neu gab er die Sammlung "Ultima thúlé, nejzazší zem" (2018) heraus.

Nominiert vom Dramaturgischen Rat für die Leipziger Buchmesse 2020. 

Auf Deutsch erschienen:

„Trommeln auf Fässer“, Gedichte. Tschechisch — Deutsch, übers. v. von Kathrin Janka, Elfenbein Verlag 2020

Foto: Silvie Rujbrová

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Trommeln auf Fässer

Neuerscheinung zur Leipziger Buchmesse 2020: „Trommeln auf Fässer“, Gedichte. Tschechisch — Deutsch, übers. v. von Kathrin Janka, Elfenbein Verlag 2020 Vít...

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